Adoption

Auf den 1. Januar 2018 ist das revidierte Adoptionsrecht in Kraft getreten. Es bringt insbesondere bei der Stiefkindadoption eine Öffnung. Nach bisherigem Recht konnten in der Schweiz nur verheiratete Personen das Kind ihrer Partnerin oder ihres Partners adoptieren. Ab Januar 2018 ist diese sogenannte Stiefkindadoption auch für Personen in eingetragener Partnerschaft möglich, ferner bei faktischer Lebensgemeinschaft – also unabhängig vom Zivilstand.

Diese Anpassung berücksichtigt gewandelte gesellschaftliche Wertvorstellungen und stärkt das Kindeswohl. Mit der Neuerung kann ein Paar das Stiefkind vollständig in die Familie integrieren und Vorkehrungen für einen allfälligen Tod des leiblichen Elternteils treffen. Die gemeinschaftliche Adoption fremder Kinder indes ist weiterhin nur bei verheirateten Paaren möglich.

Pflegekinderbewilligungen

Für die Bewilligung zur Aufnahme von Kindern in Familienpflege oder zur Führung von Kinderkrippen, -horten oder dergleichen ist grundsätzlich die Gemeinde am Wohnsitz der Pflegeeltern oder am Ort der Einrichtung zuständig. Sie beaufsichtigt auch die bewilligten Pflegeverhältnisse oder Einrichtungen. Rechtsmittelinstanz ist das Kantonsgericht.

Soll jedoch ein Kind im Hinblick auf eine spätere Adoption aufgenommen werden, ist die Abteilung Gemeinden zuständig, die entsprechenden Abklärungen vorzunehmen und Bewilligungen zu erteilen.

Adoptionen

Die Abteilung Gemeinden ist zuständig für Entscheide über Adoptionen gemäss Art. 268 Abs. 1 ZGB und für Auskünfte über die leiblichen Eltern, über deren direkte Nachkommen sowie über das Adoptivkind gemäss Art. 268d ZGB. Die gesetzlichen Voraussetzungen sind unterschiedlich – je nachdem, ob das Kind des andern Ehegatten (Stiefkind) adoptiert werden soll oder ein fremdes Kind, das von den adoptionswilligen Eltern als Pflegekind aufgenommen worden ist. Unter besonderen Voraussetzungen ist auch die Adoption einer volljährigen Person möglich.

Relevante Dokumente: